Sonntag, 15. Januar 2012
19 Uhr

E.T.A.- Hoffmann- Kammerorchester
in Kooperation mit dem
Kammerchor Peter Schwarz
und dem Knabenchor
"Senza regazze"

Kirche zum Heilsbronnen
Heilbronner Straße 20,
10799 Berlin

nahe U-Bahnhof
Bayerischer Platz
Eintritt: 7,50 Euro
Werke für Chor,
Orchester und Orgel

Gottfried August
Homilius
(1714 – 1785)
Machet die Tore weit

J.S. Bach
(1685 – 1750)
Trio in G für Orgel
BWV 1027a

Edvard Grieg
(1843-1907)
aus Peer Gynt

Maurice Duruflé
(1902 - 1986)
Prélude et Fugue sur
le nom d' Alain für Orgel

Modest Mussorgski
(1839 - 1881)
"Winter-Bilder"

Francesco Durante
(1684-1755)
Magnificat B-Dur
Solistin: Lenka Fehl-Gajdošová,
                 Orgel

Leitung: Dinah Backhaus
                 Viola Escher
                 Matthias Wildenhof
Kirche zum
 Heilsbronnen
Kirche zum Heilsbronnen
Heilbronner Straße 20,
10799 Berlin

nahe U-Bahnhof
Bayerischer Platz

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Das Programm:
Werke für Chor, Orchester und Orgel

am Sonntag, 15. Januar 2012  um 19 Uhr

Kirche zum Heilsbronnen
Heilbronner Straße 20,
10799 Berlin

______________________________________

Gottfried August Homilius (1714 – 1785)
Machet die Tore weit für Chor

J.S. Bach (1685 – 1750)
Trio in G für Orgel BWV 1027a für Orgel

Edvard Grieg (1843-1907): aus "PeerGynt-Suite"
- Solveigs Lied
- In der Halle des Bergkönigs

Maurice Duruflé (1902 - 1986)
- Prélude et Fugue sur le nom d' Alain für Orgel

Modest Mussorgsky (1839-1881): aus "Bilder einer Ausstellung"
- Promenade I
- Das alte Schloss
- Promenade II
- Die Hütte der (Hexe) Baba- Yaga
- Das große Tor von Kiew (mit Orgel)

Francesco Durante (1684-1755)
Magnificat B-Dur für Chor, Orchester und Orgel
mit
Martin Augustat • Tenor
Henning Baudach • Bass

_______________________________________
Kammerchor Peter Schwarz
Knabenchor "Senza regazze"
Lenka Fehl-Gajdošová • Orgel
Das E.T.A.- Hoffmann- Kammerorchester
Leitung:
Viola Escher
Dinah Backhaus
Matthias Wildenhof   
Zu den Werken:
"Machet die Tore weit“ ist eine der erhaltenen von ca. 60 Motetten des sächsischen Komponisten Gottfried August Homilius (1714 – 1785). Das doppelchörig angelegte Stück entstand 1755, im Jahr seines Amtsantrittes als Kreuzkantor und Musikdirektor der drei Dresdner Hauptkirchen. Die meisten der Motetten wurden für den liturgischen Gebrauch geschrieben, die entweder zu Beginn des Hauptgottesdienstes erklangen oder in den Vespergottesdiensten gesungen wurden.

Das „Trio in G“ für Orgel (BWV 1027a) von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) ist eine von ihm selbst verfertigte Bearbeitung des letzten Satzes seiner G-Dur-Sonate für Viola da Gamba und Basso continuo (BWV 1027). Diese Sonate aus der Köthener Zeit existiert wiederum in einer etwas abweichenden Form auch in einer Fassung für zwei Flöten und Basso continuo vor (BWV 1039).

Edvard Grieg (1843 – 1907) lernte 1866 in Rom seinen Landsmann, den berühmten norwegischen Dramatiker Henryk Ibsen kennen. Etwas später beauftragte dieser Grieg, zu seinem Drama „Peer Gynt“ (UA 1876), dessen Bedeutung in der skandinavischen Literatur der von Goethes „Faust“ bei uns entspricht, eine Schauspielmusik zu schreiben. Erst später (1888/91) stellte Grieg deren wichtigsten Stücke zu zwei „Peer-Gynt-Suiten“ zusammen.
Im heutigen Konzert erklingt daraus „Solveigs Lied“, die Klage der von Peer Gynt verlassenen und auf ihn fast ihr ganzes Leben lang wartenden Solveig, die im Mittelteil durch einen bäuerlichen Dorftanz aufgehellt wird, bis die Wehmut Solveigs am Ende das letzte Wort hat. „In der Halle des Bergkönigs“ hört man kleine böse Trolle in einer Höhle wie in einem Bergwerk unheimlich hämmern und rennen. Sie erschrecken den Zuhörer durch plötzliche Pausen und zwickende Rhythmen, in denen sie bösartig zuzuschlagen scheinen … Typisch für die Musik Griegs ist das norwegische Kolorit, der enge Bezug zu norwegischen Liedern und zur Volksmusik.

Maurice Duruflé (1902 – 1986) war ein äußerst selbst-kritischer Komponist, der seine Werke erst veröffentlichte, wenn sie ihn selbst vollkommen zufriedenstellten. Er gehört zu den herausragenden Vertretern der von César Franck und Charles-Marie Widor begründeten großen französischen Organistenschule. Das „Prélude et Fugue sur le nom d’Alain“ ist eines seiner bedeutenden Orgelwerke. Es entstand 1942, als Duruflé als Organist an der Pariser Kirche St. Étienne-du-Mont tätig war.

Aus Modest Mussorgskijs (1839 – 1881) Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ wurden für das heutige Konzert Stücke mit einer eher winterlichen Atmosphäre ausge-wählt. Mussorgskij hatte das Werk 1884 zum Andenken an seinen Freund, den Maler Victor Hartmann, geschrieben, dessen Bilder verschollen sind, hier aber sozusagen musikalisch wiedererstehen.
Seine eigene Person drückt Mussorgskij, – wie er in einem Brief schrieb –, als Bildbetrachter in den „Promenaden“ aus, die in unregelmäßigen 5/4- und 6/4-Takten in einem bewusst gewählten „modo russico“ erklingen. Im „Alten Schloss“ entsteht in der Vorstellung die weite winterliche Landschaft Russlands durch die Melodie, die auf dem immer gleichen Ton „a“ der Celli schwermütig lastet. Die dadurch entstehende fast lähmende Melancholie vermag auch die Seufzermelodie der Streicher kaum zu überwinden. Die Hexe in der „Hütte auf Hühnerfüßen“ fegt stürmisch und unheimlich in aufwärts steigenden Achteln los, als würde sie mit ihrem Besen abheben wollen. Im langsamen Mittelteil erlebt man das Schwanken und Knarren der Hütte auf den Hühnerfüßen durch die sperrige, bewusst unbeholfen „watschelnde“ Melodie der tiefen Instrumente. Im „Großen Tor von Kiew“ klingen russisch- orthodoxe Choräle wie von einer großen Menschenmenge gesungen. Sie werden klanggewaltig mit der Farbenpracht der Orgel kombiniert.

Francesco Durante (1684 – 1755) wurde bei Neapel geboren und gehört zusammen mit Alessandro Scarlatti zu einer Gruppe neapolitanischer Komponisten, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine wichtige Rolle gespielt haben. Er komponierte vor allem kirchenmusikalische Werke und war lange Zeit Direktor eines der wichtigsten Konservatorien Neapels. Einer seiner berühmtesten Schüler war G. B. Pergolesi.
Als „Magnificat“ bezeichnet man den im Lukas-Evangelium überlieferten Lobgesang auf Gott, den Maria beim Besuch ihrer Cousine Elisabeth singt, nachdem ihr der Erzengel Gabriel die bevorstehende Geburt von Jesus als Gottes Sohn verkündet hatte. Sie preist hier Gott als den, der allen Armen und Machtlosen Hilfe gibt, dagegen aber Reiche, Mächtige und Hochmütige vom Thron stürzt. Dieser Text gilt als einer der bedeutendsten kirchlichen Gesänge. Es wurde zu allen Zeiten immer wieder vertont, z. B. auch von J. S. Bach.
Durantes „Magnificat“ ist unterteilt in sechs voneinander getrennte Sätze, innerhalb derer man aber häufig wiederum verschiedene Abschnitte (Fugen, Solo-Chorstellen, Arien) unterscheiden kann. Das Stück ist mit seiner lyrischen Innigkeit und seinen dramatisch und plastischen Momenten eine wertvolle und lohnende Wiederentdeckung.
Die Mitwirkenden:
Dinah Backhaus, geboren in Berlin, studierte Schulmusik, Germanistik und Hauptfach Violine an der HdK Berlin und nahm an Meisterkursen bei Andre Gertler, Sandor Vegh und Reinhard Goebel („Musica antiqua“) teil. Mitwirkung in: Quartett mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, „Basel Sinfonietta“, „Deutsches Kammerorchester“, “Ensemble Sanssouci“ und „Berliner Barock-Orchester“. Dirigierausbildung im Studium und Dirigierkurse. Seit 1985 Altistin im Ernst-Senff-Chor, der mit den bedeutendsten Dirigenten und Orchestern zusammenarbeitet. Seit 1998 Jurorin bei „Jugend musiziert“, von 1999-2009 Dozentin am Charlotte-Wolff-Kolleg (Erwachsenenbildung). Neben  ihrer Konzerttätigkeit leitet sie gemeinsam mit Matthias Wildenhof das E.T.A.-Hoffmann-Orchester.
Matthias Wildenhof, geboren in Berlin, studierte Schulmusik mit Hauptfach Violoncello (bei Prof. M.Nyikos) und Tonsatz an der UdK Berlin sowie Geographie an der FU Berlin. Vielfältige Tätigkeit als Cellist („RIAS-Jugendorchester“, Festspielorchester Bregenz, Festivalorchester Montepulciano u.a.). Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis und Barockcello, Konzerte mit diversen Alte-Musik-Ensembles (z.B. „Discorsi musicali“). Dirigierausbildung, Teilnahme an Dirigierkursen. Dozent für Tonsatz und Gehörbildung an Berliner Musikschulen. Seit 1998 Unterrichtstätigkeit im Fach Musik und Geographie am Werner-von-Siemens-Gymnasium in Zehlendorf. An der Musikschule Charlottenburg-Wilmersdorf leitet er gemeinsam mit Dinah Backhaus das E.T.A.-Hoffmann-Orchester.
Das E.T.A.-Hoffmann-Kammerorchester wurde  von der Geigerin Dinah Backhaus und dem Cellisten Matthias Wildenhof gegründet
Ein Anliegen des Orchesters ist es, mit viel Enthusiasmus den Streicherklang in allen möglichen Klangnuancen bis in die Extreme hinein auszufeilen. Viel  Kreativität geht in das Formulieren von passenden  Vorstellungen für jede musikalische Phrase ein.
Das Ensember nennt sich „E.T.A.-Hoffmann-Kammerorchester“, weil dieser das Anliegen der Orchester-mitglieder verkörpert, sich neben dem Beruf musikalisch erfolgreich zu engagieren: Hoffmann arbeitete in Berlin tagsüber als Jurist und war in seiner „Freizeit“ nicht nur als Dichter, sondern auch als Musiker und Komponist erfolgreich.
Die Orchesterarbeit ist vielseitig: Schwerpunkte sind  das Entdecken selten gespielter Werke und die Aufführung der Werke E.T.A. Hoffmanns;  bisher wurden zwei  CDs eingespielt und live im Funk bei „Alte Musik“ vorgestellt.
Das Orchester konzertierte bisher überwiegend in Konzertsälen, Kirchen und Schlössern in Berlin und Umgebung. Konzerte in Rheinsberg, in der Heilig-Kreuz-Kirche, im Ballhaus Naunynstr., im Wissenschaftszentrum, Rathaus Charlottenburg und im Kammermusiksaal, der Phiharmonie und im Konzerthaus  sind nur einige Beispiele der  vielfältigen Konzertorte.
Erfolgreiche Konzertreisen führten nach Rügen, Dresden, in die Pfalz und nach Italien, Frankreich und Tschechien.
Im November 2007 nahm das Orchester am Landeswettbewerb des Deutschen Orchesterwettbewerbs teil und bekam mit dem Prädikat „hervorragend“ den 1. Preis. Daraufhin folgten Konzerte im Konzerthaus und in der Philharmonie (vor 2400 Zuhörern mit Innensenator und Polizeipräsidenten anlässlich der Vereidigung der Polizisten.).
2008 erhielt es beim Orchester-Wettbewerb auf  Bundesebene das Prädikat „Sehr gut“.
Das weitere rege Konzertgeschehen ist auf dieser Homepage dargestellt.
Besetzung:
1.Violine:        Kerstin Beckmann, Annette Blottner, Wolfgang Franke,Tatjana Schatz,    
                         Frauke Wübben;  
2.Violine:        Kathrin Fuld, Tanja Porstmann, Joachim Johow, Christiane Johow, Birgit Eichstädt,
                         Simone Keating, Berthild Grüneberg;
Viola:               Martin Sahl, Matthias Kohlhaus, Andreas Wagner;
Violoncello:   Kerstin Schütte, Gisela Greiner, Frank Hoppe;
Kontrabass: Siegmund Podbilski;
Flöte:              Anni-Kathrein Faersch; Tobias Musche;
Klarinette:    Gebhard Glock;
Horn:              René Wagenschütz;
Fagott:           Ulrike Dinslage;
Schlagzeug: Lutz Bauer;
Cembalo:       Lenka Fehl- Gajdošová;
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