Sonntag, den 2. Juni 2013  19 Uhr

Kaiser- Friedrich- Gedächtniskirche
Händelallee 20, 10557 Berlin
(Hansaviertel)
Hansaplatz


Leitung:
Dinah Backhaus
Matthias Wildenhof

Nikolaj Bartneck, Bassetthorn
Antonia Düwel, Klarinette

Alexander Klapka, Sprecher

Ferner wirken Kinderchöre unter der Leitung von Viola Escher mit.

Frühlings- und Sommerlieder
gesungen von Kinderchören

Mendelssohn-Bartholdy, Felix
(1809-1847)

Der Sommernachtstraum

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Gorecki, Henryk Mikolaj
(geb. 1933)
3 Stücke im alten Stil (1963)

Astor Piazzola
(1921-1992)
Chau Paris

Mendelssohn-Bartholdy, Felix
(1809-1847)
Konzertstück für zwei Klarinetten
(Klarinette und Bassetthorn)
Kaiser- Friedrich- Gedächtniskirche
Händelallee 20,
10557 Berlin
(Hansaviertel)

Das Programmheft:
Programm zum Sommerkonzert

des E.T.A.Hoffmann-Kammerorchesters
am Sonntag, 2.6.2013 um 19 Uhr, Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche

Lieder zum Einstimmen in die Sommernacht:
Nun will der Lenz uns grüßen - Gänseblümchen, Löwenzahn -
Aus den hellen Birken steigt - Geh aus mein Herz

Felix Mendelssohn- Bartholdy (1809-1847) :
Musik zu "Ein Sommernachtstraum" op.61
(Bearbeitung: Gerhard Buchner)
1. Ouverture 2. Scherzetto 3. Auftritt der Rüpel 4. Elfenlied 5. Notturno
6. Rüpeltanz 7. Hochzeitsmarsch 8. Finale/Ausklang

(Textfassung der Erzlihlung von Annette Blottner, Dinah Backhaus, Matthias Wildenhof
nach einer Vorlage voo Barbara Kindermann)

-PAUSE-

Henryk M. Gorecki (1933-2010):
aus: "Drei Stücke im alten Stil" von 1963 für Streicher

Astor Piazzolla (1921-1992): "Chau Paris" (Tango)

Felix Mendelssohn-Bertholdy (1809-1847):
Konzertstück Nr.2 op.114 d-Moll
für Klarinette, Bassetthorn und Orchester
Presto - Andante - Allegro grazioso

Kinderchöre der Musikschule City West
Leitung/Einstudierung: Viola Escher

Alexander Klapka - Sprecher
Antonia Düwel - Klarinette
Nikolaj Bartneck - Bassetthorn

E.T.A.Hoffmann-Kammerorchester
Leitung: Dinah Backhaus und Matthias Wildenhof
Das Wichtigste zu den Werken:
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)    

führte schon als sechsjähriger Junge im Familienkreis begeistert Dramen mit seinem Puppentheater auf; Shakespeares "Sommernachtstraum" war dabei sein Lieblingswerk. Mit knapp 17 Jahren komponierte er als geniales Jugendwerk die Ouvertüre. Die anderen Stücke wurden erst später hinzugefügt und 1843 im Neuen Palais in Potsdam uraufgeführt.
In der Ouvertüre wird das ganze Werk in seiner Vielfalt zusammengefasst: die einschwebenden Bläserakkorde entführen in das Elfenreich von König Oberon, das Wispern und Rascheln der Elfenflügel wird von zart dahinhuschenden Geigenläufen gezeichnet, die derbe "Rüpelmusik" mit ihren Eselsschreien erzählt, wie ein armer Handwerker mit einem Eselskopf verhext wird und die oft euphorisch mitreißenden Melodien stimmen in die Atmosphäre der "verzauberten" Mittsommernacht ein.
Im Scherzetto hören wir in den leichten Staccato-Achteln der Holzbläser das Kichern der Elfen: In Vorfreude auf den Streich mit der Zauberblume wird zwischendurch schon der Eselsschrei mit dem Tritonus e-ais vorweg
genommen. Alles ist kunstvoll und polyphon gesetzt; es klingt nach Leichtigkeit, auch wenn es für die Spieler hier sehr virtuos zugeht.
Die Rüpel erkennt man leicht an ihren etwas sturen, einfallslosen und plumpen Basstönen und den oft wiederholten, bewusst simpel gehaltenen Melodien.
Im Lied der Elfen hören wir, zart und licht instrumentiert: "Nachtigall, flieg schnell herbei, sing mit uns ein Lullaby. Schlaf, gute Nacht mit Lullaby..."
Vom Hochzeitsmarsch kennen die meisten heute nur den all(zu)bekannten Anfang. Heute erfahren wir anhand der Erzählung, warum alles mit Hörnerklängen beginnt und wieviel Sehnsucht sich in den herrlichen Motiven
zwischen Violinen und Celli im unbekannteren Mittelteil abspielt.
Das Finale erscheint mit besinnlichen Anklängen an die Ouvertüre wie ein Abschied der glücklich vermählten Paare von der Naturwelt der Feen und Elfen.
Henryk M. Gorecki (1933-2010)    

gehört zu den berühmtesten polnischen Komponisten. Zunächst interessierte er sich für Elektonische Musik, Clustertechnik, Geräuschmusik etc.. Dann versuchte er, diese modernen Techniken mit einer alten kirchen tonaler Klanglichkeit zu verbinden.
Der lebhafte 1. Satz weist voraus auf die "Neue Einfachheit" der sogenannten "Minimal Music". Die auffälligen Wechsel vom 4/4- zum 3/4-Takt bringen Vitalität in den Satz, der uns in den Proben oft "an eine Herde galoppierender Pferde" erinnerte.... Im 2. Satz wird ein alter Kirchenchoral in ein zart-schwebendes "Klang-Licht" getaucht und dann durch dissonante clusterartige Klänge immer wieder als etwas Kostbares und Zerbrechliches in Frage gestellt.
Astor Piazzolla (1921-1992)    

ist als argentinischer Komponist Begründer des "Tango Nuevo",
(einer kunstvollen Gegenbewegung zum "Tango Argentino"),
der durch kraftvolle Rhythmen, Melancholie und viel Leidenschaft geprägt ist.

Zum Konzertstück für Klarinette, und Bassetthorn von F. Mendelssohn-Bartholdy:
"Ein großes Duett für Dampfnudeln mit Rahmstrudel... ":
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts galt Heinrich Josef Baermann als der beste und berühmteste Klarinettenvirtuose; sein Sohn Carl Baermann trat alsbald in seine Fußstapfen. Im Jahre 1829
lernten sich die beiden Baermanns und Mendelssohn in München kennen.
Carl Baermann berichtet: "Wir musizierten in dieser Zeit viel zusammen und es war selbstverständlich,
daß Mendelssohn oft bei uns zu Mittag aß. Da er leidenschaftlich Süßes liebte, bat er sich von uns
stets zum Essen Dampfnudeln oder Rahmstrudel aus.
Drei Jahre später blieben mein Vater H. Baermann und ich einen ganzen Monat in Berlin, wo wir beinahe
täglich bei Mendelssohn waren. Eines Tages bei Tische seufzte Mendelssohn plötzlich:
'Ach Gott, wenn ich nur wieder so herrliche Dampfnudeln und Rahmstrudel bekommen könnte,
wie ich sie damals bei Euch gegessen habe.'
Ich reagierte schnell auf diesen Stoßseufzer und sagte: "Das könnten wir wohl so machen, wenn Sie uns
endlich einmal das längst versprochene Duo componieren würden!" "
Gesagt, getan: während die "Baermänner" kochten, komponierte Mendelssohn das Konzertstück für
Klarinette und Bassetthom. Zum Mittagessen spielten die Klarinettisten mit Mendelssohn am Klavier
das Konzert als musikalische "Vorspeise" - den Hauptgang bildete dann das Leibgericht des Komponisten.

Das Duo ist aufgebaut wie ein Miniatur-Konzert in drei Ssätzen und erinnert mit seinen frischen und rasanten
Läufen etwas an alpine Jodler und Melodien.
Die Mitwirkenden:
Viola Escher, geb. in Berlin, Studium der Schulmusik und Querflöte an der UdK Berlin. Lehrauftrag für Chorleitung (UdK Berlin), Stimmbildung in div. Chören, seit 2003 Kinderchorleiterin an der MS City West, Leiterin des "Kammerchores Peter Schwarz", Mitwirkung beim Education Project der Berliner Philharmoniker, Chorreisen ins In- und Ausland.
Alexander Klapka, geb. in Berlin, entstammt einem Philharmoniker-Elternhaus und spielt selbst Geige und Klavier. Nach einer Schauspielausbildung arbeitet er freiberuflich in Berlin. 2012 tat er mit "Peer Gynt" erstmalig mit dem E.T.A.Hoffmann-Orchester auf und war auch in weiteren Produktionen (z.B. "Die Regentrude" von Joachim Johow) zu erleben.
Antonia Düwel, geb.1997, spielte früh Blockflöte, Cello und seit dem 11. Lebensjahr Klarinette. Schon mit 12 Jahren erlangte sie Preise bei "Jugend musiziert"; später wurde sie auch Preisträgerin auf Bundesebene. Seit 2010 spielt sie im Landes-Jugendorchester, seit
2011 ist sie Jungstudentin an der UdK. Ihr Klarinettenlehrer ist Nikolaj Bartneck.
Nikolaj Bartneck lernte zunächst Geige und wechselte dann zur Klarinette. Nach dem Studium in Saarbrücken
und an der UdK Berlin wirkte er in zahlreichen Konzerten und CD-Produktionen (Staatstheater Stuttgart,
Heidelberger Sinfoniker, Philhamonie der Nationen u.a.) mit. Er ist seit 2006 Soloklarinettist im
Landes-Polizeiorchester Brandenburg.
Dinah Backhaus, geb. in Berlin, studierte Schulmusik, Germanistik und Hauptfach Violine an der UdK Berlin. Meisterkurse bei A. Gertler, S. Vegh und R. Goebel ("Musica antiqua").
Mitwirkung im Quartett mit Philharmonikern, in "Deutschen Kammerorchestern", im "Ensemble Sanssouci" und im "Barock-Orchester". Dirigierausbildung im Studium, Dirigierkurse. Seit 1985 Altistin im Enrst-Senff-Chor, der mit bedeutenden Dirigenten und Orchestern zusammenarbeitet.
Jurorin bei "Jugend musiziert", 1999-2009 Musik-Dozentin am CW-Kolleg (Enwachsenenbildung). Vielfältige Erfahrung
mit Neuer Musik u.a. im "ensemble united" und "Ars nova".
Matthias Wildenhof, geb. in Berlin, studierte Schulmusik (Hauptfach Violoncello bei Prof. M. Nyikos) und Tonsatz an der UdK Berlin, sowie Geographie an der FU Berlin. Vielfältige Tätigkeit als Cellist ("RIAS-Jugendorchester", Festival Montepulciano u.a.). Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis und Barockcello, Konzerte mit div. Alte-Musik-
Ensembles. Dirigierausbildung im Studium, Dirigierkurse. Dozent für Tonsatz und Gehörbildung an Musikschulen, seit 1998 am Werner-von-Siemens-Gymnasium Zehlendorf.
An der MS City West leitet er gemeinsam mit Dinah Backhaus das E.T.A.Hoffmann-Orchester.
Unser E.T.A.Hoffmann-Orchester verkörpert mit seinem Namenspatron das Anliegen der Mitspieler, sich neben dem Beruf musikalisch und künstlerisch zu engagieren. Hoffmann selbst war in Berlin Jurist und daneben in seiner "Freizeit" nicht nur als Dichter, sondern auch als Musiker und Komponist tätig.
Weiterhin liegt uns die Verbindung zwischen Literatur und Musik am Herzen. Wir freuen uns darüber, heute abend wieder ein Stück "Weltliteratur" in Verbindung mit Musik besonders farbig erleben zu können.
Ein Anliegen ist das Entdecken selten gespielter Werke; bisher wurden zwei CDs eingespielt (und im Radio-Interview von B. Morbach vorgestellt.)
Außerdem wird der Streicherklang mit viel Ehthusiasmus in allen möglichen Klangnuancen bis in die Extreme hinein ausgefeilt. Viel Kreativität geht in das Formulieren von passenden Vorstellungen für jede musikalische Phrase ein.
Erfolgreiche Konzerteisen führten nach Rügen, Dresden und in die Pfalz sowie nach Italien, Frankreich, Böhmen und Prag.
2007 Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb (Prädikat "hervorragend": 1. Preis).
2008 erhielt das Orchester beim Wettbewerb auf Bundesebene das Prädikat "Sehr gut".
Darauf folgten bis 2013 Konzerte in Konzerthaus, Philharmonie, Kammermusiksaal, Kammergericht, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, bei der "Langen Nacht der Museen" u.a..
Die Besetzung des E.T.A.Hoffmann-Kammerorchesters:
1. Violine: Kerstin Beckmann, Wolfgang Franke, Annette Blottner, Joachim Johow, Frauke
Wübben, Tatjana Schatz;
2. Violine: Tanja Porstmann, Kathrin Fuld, Simone Keating, Sylvia Kumbier, Birgit Eichstädt,
Christiane Johow, Berthild Grüneberg;
Viola: Carlos Solare (als Gast), Angelika Noack, Ulrich Weber;
Violoncello: Kerstin Schütte, Christiane Fliß, Elisabeth Hardorp, Claudia Hippel;
Kontrabass: Siegmund Podbilski (als Gast);
Flöte: Ann-Kathrein Faersch, Ulrich Wendtland, Thomas Haberfeld (a.G.);
Klarinette (a.G.): Antonia Düwel, Nikolaj Bartneck;
Fagott (a.G.): Dieter Göhring, Norbert Haisch;
Horn (a.G.): René Wagenschütz, Thomas Klupsch;
Schlagzeug (a.G.): Christopher Hinterkausen.

www.etahoffmannorchester.de

Neue Spieler sind herzlich willkommen! Kontakt: Tel. 030/8134291
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Kaiser- Friedrich-
Gedächtniskirche
Händelallee 20,
10557 Berlin

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